Ringelnatterbiotop am Violenbach (Hagachermatt)

Ringelnatterbiotope

Die Ringelnatter ist die grösste einheimische Schlangenart und ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Tierwelt. Die Bestände dieser für den Menschen völlig ungefährlichen Schlangenart ist vielerorts rückläufig. Ursachen dafür sind der Verlust geeigneter Lebensräume, die Zerstörung von Eiablageplätzen sowie die Zerschneidung von Lebensräumen.

Entlang des Silberberg- und Violenbachs unterhält und pflegt der NVO in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft drei Ringelnatterbiotope. Gewässer und Feuchtbereiche bieten der Art gute Jagdmöglichkeiten, da sie sich vorwiegend von Amphibien und deren Larven ernährt. Strukturreiche Uferbereiche, Stein- und Asthaufen sowie sonnige Rückzugsorte dienen als Versteck-, Sonnen- und Überwinterungsplätze.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Schaffung und dem Unterhalt von Eiablageplätzen. Ringelnattern legen ihre Eier bevorzugt in verrottendem Pflanzenmaterial ab, dessen natürliche Wärme die Entwicklung der Eier fördert. Deshalb werden geeignete Kompost- und Asthaufen angelegt und gepflegt.

Von den Massnahmen profitieren nicht nur Ringelnattern, sondern auch zahlreiche weitere Tierarten wie Amphibien, Eidechsen, Insekten und Kleinsäuger. 

Pflegemassnahmen
Damit die Lebensräume langfristig erhalten bleiben, werden die Biotope jährlich gepflegt. Im Frühling werden sie vom Bewuchs befreit, damit sich die Steine in der Sonne wieder aufwärmen können. Die Ringelnatter legt Ihre Eier gerne in Komposthaufen, Misthaufen oder anderen vermodernden, feuchten und sich gut erwärmenden Stellen ab. Daher werden in der Mitte der steinernen Umrandung Holzschnittgut und Grünschnitt platziert, welches allmählich verrottend Wärme erzeugt.