Amphibien sind weltweit bedroht. Ursachen dafür sind unter anderem Lebensraumverlust, Schadstoffe, Klimaveränderungen, Krankheiten sowie Fischbesatz in Laichgewässern. Die Förderung und der Erhalt von Amphibien gehören deshalb zu den wichtigen Naturschutzaufgaben des NVO.
Besonderes Augenmerk gilt dabei der Gelbbauchunke und der Geburtshelferkröte (auch Glögglifrosch genannt). Die Gelbbauchunke gehört zu den stark gefährdeten Amphibienarten der Schweiz. Sie besiedelt bevorzugt kleine, flache und sonnenexponierte Gewässer, die sich rasch erwärmen und zeitweise austrocknen. Der Glögglifrosch ist eine seltene und faszinierende Amphibienart mit einer aussergewöhnlichen Fortpflanzungsstrategie: Nach der Paarung trägt das Männchen die befruchteten Eier mehrere Wochen lang an den Hinterbeinen mit sich. Erst kurz vor dem Schlüpfen setzt es die Kaulquappen in geeignete Gewässer ab. Für eine erfolgreiche Fortpflanzung benötigt die Art deshalb sowohl fischfreie Gewässer als auch strukturreiche, trockene Rückzugsorte in unmittelbarer Umgebung.
Um diesen Arten und weiteren Amphibien langfristig geeignete Lebensräume zu bieten, unterhalten und pflegen wir verschiedene naturnah gestaltete Kleingewässer. Dazu gehören der Weiher am Chrüxgrabe als dauerhaft wasserführendes Gewässer, der Moorwiesenstreifen am Schofraibord mit seinen zeitweise austrocknenden Tümpeln, verschiedene Tümpel und der Weiher entlang des Violenbachs sowie der Weiher beim grossen Steinbruch.
Von diesen Biotopen profitieren auch weitere Amphibienarten wie Erdkröte, Grasfrosch, Bergmolch und Fadenmolch. Darüber hinaus bieten die Gewässer Lebensraum für zahlreiche Libellen, Wasserinsekten und andere Kleinlebewesen. Heimische Wasserpflanzen fördern zusätzlich die Artenvielfalt und tragen zu einem ökologisch wertvollen Lebensraum bei.
Pflegemassnahmen
Durch regelmässige Pflegearbeiten stellen wir sicher, dass die ökologische Funktion der Gewässer erhalten bleibt und diese nicht verlanden oder zu stark beschattet werden. Die Pflegemassnahmen erfolgen jeweils im Spätsommer oder Herbst. Dazu gehören die Entschlammung von Gewässern, das Entfernen übermässiger Vegetation sowie bei Bedarf der Rückschnitt von Gehölzen.

